Kosten und Förderung
Die beworbene Monatsrate ist nur ein Teil der Wahrheit. Dieser Report zeigt in Zahlen, wie sich die Kosten eines Fernstudiums über die Laufzeit verteilen und wie viele eine Förderung nutzen.
Im Median 2.207 Euro pro Semester
So viel kostet ein Fernstudiensemester über alle Angebote hinweg. Die Spanne ist aber gross, vom fast kostenlosen Angebot bis zu mehreren tausend Euro.
Kurz: Ein Fernstudiensemester kostet im Median 2.207 Euro. Ein Teil der Angebote liegt unter 500 Euro, die teuersten bei rund 9.000 Euro pro Semester.
Von unter 500 bis 9.000 Euro pro Semester
Die meisten Angebote liegen zwischen 1.000 und 3.500 Euro pro Semester. Median und Extremwerte im Überblick.
Kurz: Die Hälfte der Fernstudiengänge kostet weniger als 2.207 Euro pro Semester, die andere Hälfte mehr. Am häufigsten liegt die Gebühr zwischen 1.000 und 3.500 Euro.
Studienkosten pro Semester im Fernstudium
Kosten pro Semester (6 Monate), Median und Extremwerte.
Daten als Tabelle
| Kategorie | Kosten pro Semester |
|---|---|
| Günstigste Angebote | unter 500 € |
| Median | 2.207 € |
| Häufiger Bereich bis | 3.500 € |
| Teuerste Angebote | 9.000 € |
Woraus sich die Gesamtkosten zusammensetzen
Neben der Monatsrate kommen Posten dazu, die im ersten Angebot oft fehlen. Die Tabelle sortiert sie nach Grössenordnung und Vermeidbarkeit.
| Kostenpunkt | Wann fällig | Grössenordnung | Vermeidbar? |
|---|---|---|---|
| Studiengebühr / Monatsrate | Monatlich über die ganze Laufzeit | Hoch, der grösste Posten | Nein, aber vergleichbar |
| Verlängerungssemester | Wenn die Regelzeit überschritten wird | Mittel bis hoch | Ja, mit guter Planung |
| Prüfungs- und Wiederholungsgebühren | Pro Prüfung oder als Pauschale | Gering bis mittel | Teilweise |
| Präsenzphasen (Anreise, Hotel) | Bei Pflicht-Präsenzen vor Ort | Je nach Ort und Zahl der Termine | Teilweise |
| Abschlussgebühr | Einmalig am Studienende | Gering, einmalig | Selten |
Eine Orientierung, keine Preisliste. Nicht jeder Anbieter erhebt jeden Posten, manche bündeln Prüfungen und Verlängerung in die Monatsrate. Frag das vor der Unterschrift schriftlich ab, damit die Gesamtkosten keine Überraschung werden.
Wer die Kosten mitträgt
In allen drei DACH-Ländern gibt es Fördertöpfe. Ob du sie nutzen kannst, hängt von Situation und Programm ab.
Deutschland
Aufstiegs-BAföG für aufstiegsorientierte Abschlüsse, Bildungsgutschein nach AZAV für Arbeitsuchende, Stipendien sowie die steuerliche Absetzbarkeit von Weiterbildungs- und Zweitstudienkosten.
Österreich
Bildungskarenz mit Weiterbildungsgeld, Förderungen der Bundesländer sowie von Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer, dazu die steuerliche Absetzbarkeit von Aus- und Weiterbildungskosten.
Schweiz
Bundesbeiträge an die höhere Berufsbildung nach absolvierter eidgenössischer Prüfung, dazu kantonale Stipendien und Darlehen sowie häufig eine Arbeitgeberbeteiligung.
Die Angaben auf dieser Seite sind allgemein gehalten und dienen der Orientierung. Sie ersetzen keine offizielle Anrechnungs- oder Anerkennungs-Entscheidung der jeweiligen Hochschule und sind kein Rechtsrat. Verbindlich entscheiden die Hochschulen sowie die zuständigen Stellen: die ZAB in Deutschland, das BMBWF in Österreich und das SBFI in der Schweiz. Prüfe deinen konkreten Fall vor der Einschreibung immer direkt bei der Hochschule.
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Häufige Fragen zu den Kosten
Was kostet ein Fernstudium ungefähr?
Der Median liegt bei 2.207 Euro pro Semester (HRK-Hochschulkompass), die Spanne reicht von unter 500 bis rund 9.000 Euro. Wichtiger als die Monatsrate ist die Gesamtsumme über die ganze Regelstudienzeit plus Nebenkosten wie Prüfungs- und Verlängerungsgebühren.
Warum ist die Monatsrate nicht alles?
Die Monatsrate ist der grösste, aber nicht der einzige Posten. Dazu kommen oft Kosten für Verlängerungssemester, Prüfungswiederholungen, die Anreise zu Präsenzphasen und eine Abschlussgebühr. Erst die Summe aller Posten zeigt, was ein Fernstudium wirklich kostet.
Wie viele nutzen eine Förderung?
Eine belastbare bundesweite Quote dazu liegt nicht vor, deshalb nennen wir keine erfundene Zahl. Klar ist die Richtung: Wer eine förderfähige Aufstiegsfortbildung macht, kann Aufstiegs-BAföG nutzen; für akademische Fernstudiengänge greifen eher Arbeitgeberbeteiligung, Stipendien und die steuerliche Absetzbarkeit.
Kann ich das Fernstudium steuerlich absetzen?
Oft ja. Kosten für eine berufliche Weiterbildung oder ein Zweitstudium lassen sich in Deutschland und Österreich meist als Werbungskosten oder Sonderausgaben geltend machen. Ob und wie viel absetzbar ist, hängt von deiner Situation ab. Kläre die Details mit einer Steuerberatung oder dem Finanzamt.
Quellen, Methodik und Download
Woher die Zahlen stammen, wie sie entstehen und wie du sie mit Quellenangabe weiterverwenden kannst.
Wie diese Zahlen entstehen
Die Kostenangaben beruhen auf der CHE-Auswertung des HRK-Hochschulkompass, die Median und Spanne der Semesterkosten über alle Fernstudiengänge ausweist. Konkrete Eurobeträge schwanken je Anbieter und Abschluss, deshalb zeigen wir Median und Spanne statt einer einzelnen Zahl. Wo für die Förderquote keine belastbare bundesweite Zahl vorliegt, nennen wir die Richtung statt einer erfundenen Quote.
Quellen: CHE (Marc Hüsch): Trend zum Fernstudium, Beiträge zur Hochschulforschung 2/2024 · HRK-Hochschulkompass, Studienangebote (Auswertung CHE 2024) · Bundesministerium für Bildung und Forschung, Aufstiegs-BAföG (AFBG)
Stand: 02.07.2026. Die Zahlen werden aktualisiert, sobald die Quellen neue Erhebungen veröffentlichen.
Was kostet dein Fernstudium wirklich?
Welche Förderung in deinem Fall greift und wie sich die Kosten über Anrechnung von Vorleistungen senken lassen, klärt am besten ein persönliches Gespräch. Beim Studienflüsterer ist das Erstgespräch kostenlos und unverbindlich.