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Report 02

Studium und Job

Das Fernstudium ist das Studium der Berufstätigen. Dieser Report zeigt in Zahlen, wie viele nebenbei arbeiten, wie sie ihr Studium finanzieren und was das für Zeit und Alltag bedeutet.

Die Ausgangslage

Fast alle arbeiten nebenbei

Anders als im Präsenzstudium ist Erwerbstätigkeit im Fernstudium die Regel, nicht die Ausnahme. Das prägt jede weitere Zahl in diesem Report.

Kurz: Drei von vier Studierenden der FernUni Hagen sind berufstätig. Ein Fernstudium ist damit ganz überwiegend berufsbegleitend, das prägt Zeitbudget, Finanzierung und Wahl des Abschlusses.

Erwerbstätigkeit im Fernstudium

75%

sind berufstätig

An der staatlichen FernUni Hagen sind drei von vier Studierenden neben dem Studium berufstätig. Nur eine Minderheit studiert ohne Job.

Daten als Tabelle
Erwerbsstatus der Studierenden der FernUni Hagen, Anteil in Prozent (WS 2025/26)
ErwerbsstatusAnteil
Berufstätig75%
Nicht berufstätig25%
FernUni Hagen Quelle: FernUniversität in Hagen, Studierendenstatistik Wintersemester 2025/26.
Ø 37,9J.
Durchschnittsalter
an der FernUni Hagen, mitten im Berufsleben (WS 2025/26).
54%
haben schon ein Studium abgeschlossen
viele nutzen das Fernstudium als zweite Qualifikation (FernUni Hagen).
13,2%
ohne klassisches Abitur
zugelassen über eine berufliche Qualifikation (FernUni Hagen).
Alle Zahlen mit Quelle und Stand. Angaben zur FernUni Hagen aus deren Studierendenstatistik (WS 2025/26). Sie ist die grösste und am besten dokumentierte Fernhochschule und steht hier stellvertretend fürs Fernstudium.
Wie das Studium bezahlt wird

Woher das Geld kommt

Weil so viele berufstätig sind, trägt das eigene Einkommen das Fernstudium. Ergänzt wird es durch Arbeitgeber und öffentliche Förderung.

Eine belastbare, bundesweite Statistik, die die Finanzierungsquellen eigens für Fernstudierende in Prozent ausweist, gibt es nicht. Wir zeigen deshalb keine erfundenen Anteile, sondern die klare Richtung: Da drei von vier Studierenden der FernUni Hagen berufstätig sind, ist das eigene Erwerbseinkommen die wichtigste Quelle. Viele Arbeitgeber beteiligen sich, wenn die Weiterbildung zum Job passt, oft gekoppelt an eine Bleibevereinbarung.

Dazu kommen öffentliche Fördertöpfe und die steuerliche Absetzbarkeit. Wichtig ist die Unterscheidung: Das Aufstiegs-BAföG fördert berufliche Aufstiegsfortbildungen, nicht jedes akademische Fernstudium. Was ein Fernstudium wirklich kostet und wie hoch die Median-Kosten sind, ordnet der Report Kosten und Förderung ein.

Was die Zahlen bedeuten

Warum das Zeitbudget alles entscheidet

Wenn die grosse Mehrheit der Fernstudierenden voll arbeitet und ein erheblicher Teil zusätzlich Kinder betreut, entscheidet nicht der Studieninhalt über den Erfolg, sondern die Planung. Genau das zeigen die Zahlen: Das Fernstudium ist selten zu schwer, aber oft zu eng getaktet. Wer die Wochenstunden realistisch plant und feste Lernzeiten schützt, kommt durch. Wer davon ausgeht, es nebenbei mitlaufen zu lassen, gerät in Verzug.

Auch die Finanzierung hat eine zeitliche Seite. Eine Arbeitgeberbeteiligung ist oft an eine Bleibevereinbarung geknüpft, öffentliche Förderung muss meist vor Studienbeginn beantragt werden. Beides lohnt sich, kostet aber Vorlauf. Wie viel Zeit ein Fernstudium konkret frisst, zeigt der Report zum Zeitaufwand.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Job und Finanzierung

Kann man ein Fernstudium neben einem Vollzeitjob schaffen?

Ja, und die meisten tun genau das. Die grosse Mehrheit der Fernstudierenden arbeitet parallel, viele in Vollzeit. Entscheidend ist eine realistische Wochenplanung und die Möglichkeit, das Studium bei Bedarf zu strecken. Genau dafür sind Fernstudiengänge ausgelegt.

Wie finanzieren Fernstudierende ihr Studium?

Vor allem über das eigene Erwerbseinkommen. Ergänzend beteiligen sich oft Arbeitgeber, dazu kommen öffentliche Fördertöpfe, Unterstützung durch Familie und in Einzelfällen ein Bildungskredit. Die genauen Anteile stehen in der Finanzierungs-Grafik.

Zahlt der Arbeitgeber mit?

Häufig ja, wenn die Weiterbildung zum Job passt. Manche Arbeitgeber übernehmen einen Teil der Gebühren, andere geben bezahlte Lernzeit oder beides. Oft ist die Beteiligung an eine Bleibevereinbarung geknüpft. Fragen lohnt sich fast immer.

Wie alt sind Fernstudierende?

An der FernUni Hagen liegt das Durchschnittsalter bei 37,9 Jahren (Wintersemester 2025/26), deutlich höher als im Präsenzstudium. Viele stehen mitten im Berufsleben und haben Familie. Das erklärt, warum Flexibilität und Vereinbarkeit für diese Gruppe wichtiger sind als der Campus.

Diese Daten nutzen

Quellen, Methodik und Download

Woher die Zahlen stammen, wie sie entstehen und wie du sie mit Quellenangabe weiterverwenden kannst.

Wie diese Zahlen entstehen

Als am besten dokumentierte Fernhochschule steht die FernUniversität in Hagen hier stellvertretend fürs Fernstudium. Die Kennzahlen zu Erwerbstätigkeit, Alter und Vorbildung stammen aus deren Studierendenstatistik. Wo für eine Frage keine belastbare bundesweite Zahl vorliegt, etwa bei den Finanzierungsquellen, nennen wir die Richtung statt einer erfundenen Quote.

Quellen: FernUniversität in Hagen, Zahlen und Daten · Bundesministerium für Bildung und Forschung, Aufstiegs-BAföG (AFBG)

Stand: 02.07.2026. Die Zahlen werden aktualisiert, sobald die Quellen neue Erhebungen veröffentlichen.

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Nächster Schritt

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